Mit meinen Lichtobjekten versuche ich die doppelte Faszination zu erzeugen.

Mit den farbigen Netzstrukturen, in die das Glas eingefasst sind, besticht der Reiz von unregelmäßigem und bizarr geformtem Glas; das vom Inneren des Objekts ausgestrahlte Licht beginnt im zweiten Schritt die Umgebung durch seine Projektion zu zerteilen.

Farben, Schatten und Wölbungen des unregelmäßigen Glases erzeugen eine Stimmung. Die Objekte können dadurch passiv oder aktiv den Raum beeinflussen. Sie haben eine Art Leben. Die farbige Kittpaste ist wie das Adergeflecht, das Glas ist wie die Haut. Die Objekte führen ihr Leben in der Helligkeit wie in der Dunkelheit.

Aus diesem Grund versuche ich bestimmte Arten von Glaswölbungen und Farben von verschiedenen Flaschen gezielt auszusuchen, um Oszillation und Originalität in den Alltag zu retten aber auch um die Bodenständigkeit eines gewöhnlichen Materials und noch mehr eines etliche Male gebrauchten Gefäßes, das einmal einen feinen genusshaltigen Inhalt in sich verborgen hielt, in seiner Funktionalität zu erhalten. Die Technik verwendet Recyclingmaterialien, Zeitungspapier, Altglas und Eisen, die dadurch von einem vergangenen Leben in ein neues Leben befördert werden. Das Verfahren basiert auf einem Kitt aus Pappmachee, Klebstoffen, Farbstoffen und Festigungsmaterialien, die ich im Laufe der Zeit weiter entwickelt habe - und damit ist es ein weiteres Geheimnis.

Mein Werdegang

Meine Kindheit habe ich in der Toskana zusammen mit den kompositorischen Idealen meines Vaters Gaspare O. Melcher verbracht, einem schweizer Künstler, der sich mit der alten Technik der Kupferradierung und den traditionellen Rezepten der Temperafarben beschäftigte. weiterlesen...
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